Fortbildung für Yogalehrende
Yoga bei Hypermobilität
27. Juni 2026
In deinen Yogaklassen sitzen mehr hypermobile Menschen als du denkst
Du erkennst sie vielleicht daran, dass sie problemlos in jede Dehnung hineinsinken und Asanas mehr über ihre Beweglichkeit ausführen – nicht über Stabilität und Kraft.
Vielleicht hast du von deinen Ausbildern oft gehört: „Mikrobeuge deine Knie“, „Überstrecke deine Ellbogen nicht“. Was steckt genau dahinter – und sind diese Ansagen für jeden richtig?
Möglicherweise erkennst du dich selbst darin: Hypermobile Menschen finden oft zum Yoga. Hier fühlen sie sich endlich bestätigt – etwas, worin sie gut sind und das ihnen Spaß macht.
Was auf den ersten Blick nach außergewöhnlicher Beweglichkeit aussieht, ist oft etwas ganz anderes: ein Bindegewebe, das zu weich ist, Gelenke die zu wenig Halt haben, ein Körper der ständig mehr arbeitet als er sollte. Das hat Auswirkungen auf alle Lebensbereiche – angefangen von subluxierten Gelenken bis hin zu chronischer Müdigkeit und Verdauungsproblemen.
Yoga kontraindiziert bei Hypermobilität? Nicht mit mir.
Es gibt Stimmen in der Fitness- und Gesundheitsbranche, die sagen: kein Yoga, kein Stretching, keine Dehnung bei Hypermobilität. Und dann? Schicken wir diese Menschen einfach nach Hause?
Nein. Die Antwort ist nicht weniger Yoga – sondern besseres Yoga. Yoga, das den hypermobilen Körper wirklich versteht.
Ich bin selbst hypermobil. Ich habe jahrelang gesucht, gelesen, ausprobiert und gelernt – als Betroffene und als Yogalehrerin mit Spezialisierung in Faszien, Rücken und Bindegewebe. In diesem Workshop gebe ich dir alles weiter, was ich weiß – in dreieinhalb intensiven, praxisnahen Stunden.
Was dich erwartet:
- Wir starten damit, was Hypermobilität wirklich ist – und was nicht. Denn es gibt viele Missverständnisse, und das größte ist oft das erste: nicht jeder bewegliche Mensch ist hypermobil.
- Du lernst zu unterscheiden, welche Symptome Betroffene begleiten – von chronischer Erschöpfung und Verdauungsproblemen bis hin zu eingeschränkter Körperwahrnehmung und geringer Belastungstoleranz.
- Ich zeige dir einen einfachen Test, mit dem du hypermobile Menschen in deinen Klassen erkennen kannst.
Dann gehen wir in die Praxis.
- Soll man „Mikrobeugen“ cuen – oder gibt es bessere Ansagen? Welche gängigen Cues schaden hypermobilen Menschen – und wie unterrichtest du differenzierter, ohne deinen gesamten Unterricht umzuwerfen?
- Du lernst einige einfache Prinzipien, die der gesamten Gruppe nützen und deinen Unterricht hypermobility-friendly machen.
- Wir machen gemeinsam eine Beispielpraxis – und du hast Zeit für alle deine Fragen in einer offenen Q&A-Runde.
Am Ende des Workshops weißt du genau, wie du hypermobile Schülerinnen sicher, achtsam und wirkungsvoll unterrichtest – direkt anwendbar ab deiner nächsten Klasse.
Was du mitnimmst: Sicherheit im Umgang mit hypermobilen Schülerinnen, ein klares Verständnis der Hintergründe, konkrete Anpassungen für deinen Unterricht – und das gute Gefühl, diesen Menschen wirklich gerecht zu werden.
Bist du selbst hypermobil? Dann bekommst du zusätzlich einige sehr wertvolle Tools, wie du deine eigene Praxis nachhaltiger gestalten kannst.
Der Workshop wird aufgezeichnet und ist 6 Monate lang für dich verfügbar – falls du ihn nochmal in Ruhe anschauen möchtest.
27. Juni | 9:00 – 12:30 Uhr | Online | 95 €
Ich freue mich auf dich.
Deine Workshop-Leiterin
Tatiana ist zertifizierte Yogalehrerin, Inhaberin der Megaherz Yoga Studios in Kaarst.
Als ausgebildete Yogalehrerin, insbesondere in Yogatherapie und faszialer Biomechanik, gibt sie ihr Wissen und ihre Erfahrungen weiter. Sie bildet Yogalehrende aus, die ihre Expertise vertiefen und ihre Praxis auf ein höheres Niveau bringen möchten.
„Ich bin selbst hypermobil – und ich weiß aus eigener Erfahrung, wie es sich anfühlt, ständig müde und verspannt zu sein, immer wieder kleine Verletzungen hinzuzuziehen ohne dass jemand es wirklich verstanden hat.
Jahre lang habe ich gesucht, gelesen, ausprobiert – und dabei gelernt, was meinem Körper wirklich hilft. Als Yogalehrerin mit Spezialisierung in Faszien, Rücken und Bindegewebe habe ich dieses Wissen mit meiner persönlichen Erfahrung verbunden. Heute unterrichte ich mit einem anderen Blick auf meine Schülerinnen und auf mich selbst. Dieser Workshop ist das, was ich mir damals gewünscht hätte: klare Antworten, praktische Lösungen, und das Gefühl endlich verstanden zu werden.